Das Bundesamt für Sicherheit (BSI) warnt in einer Meldung vom 15. Januar 2010 vor der Verwendung des Microsoft-Browsers der Version 6, 7 und 8.

Wie in jeder schlechten Nachricht könnte auch hier etwas Gutes stecken, jedenfalls für Webprogrammierer.

Wunschtraum
Die Microsoft-Browser haben zwar in den vergangenen Jahren stetig an Marktanteilen verloren, aber diese Marktanteile (auch für die Microsoft-Browser Version 6) sind durchaus noch so hoch, dass man die Browserversion bei der Programmierung einer Webseite berücksichtigen muss, d.h. man muß die Fehler und Unfähigkeiten bei der Darstellung (Browserweichen, browserspezifische Bugs und Workarounds) berücksichtigen.

Würden nun alle Anwender zunächst einmal auf die Verwendung des Microsoft-Browsers verzichten und nach der Bereitstellung einer korrigierten Internet Explorer Version 8 auf diese zurückwechseln, dann wäre dies, wie ein reinigendes Gewitter und würde die Seitencodeerstellung und Wartung enorm erleichtern.

Realität
Sicherlich, die Nachricht hat es sogar bis in die abendlichen Nachrichtensendungen geschafft und der Aufruf, den Microsoft-Browser zunächst nicht weiter zu verwenden, war absolut deutlich, aber seien wir doch einmal ehrlich:

  • Der Aufruf wird zwar gehört und doch mehr oder weniger ungehört verhallen.
    Nach dem Motto: "Bei mir wird schon nichts passieren."
  • Viele sind einfach nur Benutzer des Internets ohne das notwendige Wissen, um einen einen anderen Browser zu installieren.
  • Trotz der Verbreitung der Nachricht im Fernsehen und in den Printmedien werden die Meisten davon überhaupt nichts mitbekommen.

Fazit
Alles in allem gesehen, wird es wohl bei einer minimalen Schrumpfung des Marktanteils der Microsoft-Browser bleiben, da von den Anwendern, die einmal den Browser "zeitweise" gewechselt haben, nur die wenigsten wieder zurückkommen werden. Aber die durchschlagende, positive Auswirkung der Meldung, das reinigende Gewitter, wird ausbleiben.
 
Siehe auch:
zdnet Artikel: Sicherheitsleck: BSI warnt vor Microsoft-Browser

1 Kommentar on Warnung vor Microsoft Browser – Reinigendes Gewitter

  1. Rudi sagt:

    Oder man verwendet die Sicherheitslücke der IE-Besucher um den IE auf deren System zu entfernen und mit einem anderen Browser zu ersetzten x)

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