Beim Thema, ob ein Blog eine Impressumsseite haben muss, scheinen die Meinungen auseinanderzugehen.

Da wird unterschieden

  • zwischen privaten und Firmenblogs
  • zwischen Serverstandorten in Deutschland oder im Ausland
  • der vorrangig verwendeten Sprache im Blog
  • und, und, und …

Standardmäßig kommt Serendipity ohne eine Impressumsseite daher, was wieder einmal zeigt, dass man im Rest der Welt, die Sache mit dem Impressum in Blogs ziemlich locker sieht.

Als Regelungsweltmeister gibt es in Deutschland dafür natürlich gleich zwei Gesetze, den  § 5 des Telemediengesetzes (TMG) und die Vorschrift des §55 des Rundfunkstaatsvertrages (RstV). Wie immer, wenn der deutsche Regelungswahn zugeschlagen hat, ist sich die deutsche Rechtsprechung gleichzeitig aber nicht einig, wie die Gesetze nun genau auszulegen sind. Bei einer Recherche im Internet findet man wieder einmal sich wiedersprechende Gerichtsurteile. Die Anforderungen ans Impressum werden von Gerichten teilweise sehr hoch angesetzt, anderenorts als nicht einklagbar (zumindest bei privaten Blogs) angesehen.  Das letzte Urteil auf EU-Ebene verneint sogar die Impressumspflicht bei Blogs.

Was bleibt, ist aber eine riesige Grauzone.
So macher Blog startet sicherlich als privater Blog und müßte damit nur sehr wenige Angaben auf seiner Impressumseite haben, aber alleine dadurch, dass man regelmäßig bloggt, vielleicht auch mal einen etwas anspruchsvolleren redaktionellen Artikel verfasst oder mal ein Werbebanner von Google einblendet, übertritt man fast unbemerkt die vom Gesetz gesehene Linie und wird als "kommerzieller" Blog eingestuft.

Was also tun als deutscher Betreiber eines Blogs?

Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte man sich als Deutscher warm anziehen  und seinem Serendipity Blog eine Impressumsseite einrichten, am Besten in der Luxusversion mit allen denkbaren Extra’s, lieber mit einer Angabe zuviel, als zu wenig.

Interessante Links zu diesem Thema: 

 

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